Vorbereitungsphase

Die vier Phasen

Nach der Entscheidung für das Projekt erfolgt in dieser Phase die konkrete Vorbereitung durch Abklärung des Umzuges, Erstellung des Mietvertrages, Abklärung der Finanzen und ggf. Schul- und/oder Kita-Ummeldungen bzw. –Anmeldungen. Wenn möglich, findet ein Besuch der Helfer in der ehemaligen Wohnung statt. Zum Mietvertrag erhalten die Eltern einen Leitfaden, der die Regeln für das Zusammenleben im Familienprojekt sowie die Rahmenbedingungen enthält, unter denen eine Zusammenarbeit aller Beteiligten überhaupt erst möglich wird. Dieser Leitfaden wird von den Eltern unterschrieben.

Er beinhaltet u.a. folgende Punkte:

    • Die Mitarbeiter des Projekts haben jederzeit Zugang zu den Wohnungen unter Wahrung der Privatsphäre.
    • Die gesamte Familie nimmt an den regelmäßigen Gesprächen teil.
    • Die vereinbarten Maßnahmen werden umgesetzt.
    • Die Familie entbindet die Helfer von der Schweigepflicht im Rahmen der Projektarbeit (Ärzte, Schulen, Kitas…).
    • Falls Tierhaltung durch den Vermieter gestattet wurde, verpflichtet sich der Besitzer zu artgerechter Versorgung. Ansonsten muss das Tier abgeschafft werden.
    • Im Falle einer Abhängigkeitserkrankung werden gesonderte Auflagen erarbeitet.
    • Im Falle eines Konfliktes, wendet sich die Familie an einen Helfer.
    • Wird ein Elternteil gewalttätig, so muss er / sie das Projekt verlassen.

Sollten darüber hinaus individuelle Vereinbarungen erforderlich sein, welche auch beim Hilfeplangespräch benannt werden, wird ein zusätzlicher Kontakt zwischen den Eltern und den Helfern geschlossen.

Sollte in dieser Phase ein besonderer Aufwand entstehen, muss bereits hier eine Klärung der Finanzierung erfolgen und ein Beginn der Hilfeleistung vor Einzug in das Familienprojekt festgelegt werden. Bei Fremdunterbringung sollten die Kinder erst ca. zwei Wochen nach dem Umzug reintegriert werden, damit der notwendige Rahmen geschaffen werden kann. Besuche und Belastungs-übernachtungen sind auch schon vorher möglich.

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