Hilfe statt Bevormundung

Sozialpädagogisches Konzept

Ein mit der und auf die Familie abgestimmter Arbeitsplan regelt die praktische Tätigkeit. In jeder Familie finden wöchentlich Gespräche statt. Dabei werden Problemlagen der Woche aus der Sicht der Familie besprochen und gemeinsam Lösungsmöglichkeiten erarbeitet. Das Familiengespräch stellt sicher, dass alle Familienmitglieder ihre Meinung vertreten und frei artikulieren können, ohne unterbrochen zu werden. Mit der Zeit lernen so die Familienmitglieder, ihre Meinung zu äußern, ohne dabei beleidigend oder kränkend zu werden sowie anderen zuzuhören, Anliegen zu akzeptieren und die möglichen Handlungsoptionen zu erkennen.

  • Familien, die grundsätzliche Bereitschaft zeigen, das ‚alte‘ soziale Umfeld zu verlassen
  • Familien, die grundsätzliche Bereitschaft zur Mitarbeit haben
  • Familien, die Einrichtung und deren Regeln grundsätzlich akzeptieren
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  • akute Suizidgefahr
  • akuter Suchtmittelgebrauch bei bestehender Abhängigkeitserkrankung
  • Pflegebedürftigkeit, wenn diese durch einen ambulanten Pflegedienst nicht abgesichert ist
  • politischer Extremismus eines Familienmitgliedes
  • akute Gewaltbereitschaft
  • in der Regel Familien aus dem Landkreis Wittenberg, dem Bundesland Sachsen-Anhalt und bei Bedarf auch länderübergreifend

Hilfe zur Selbsthilfe

In diesen wöchentlichen Gesprächen mit den Eltern werden die alltäglichen Problemlagen gemeinsam diskutiert, wobei die Erziehung der Kinder im Vordergrund steht.

In der Folge werden mit den Eltern Lösungsstrategien entwickelt. Die Aufgabe der Familienhelfer ist es, mit systemischer Grundhaltung lösungsorientiert zu beraten. Das Motto heißt: „Hilfe zur Selbsthilfe“.